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Politischen Alltag hautnah erleben - Mein Praktikum bei Katja Maurer

Marlene Theisel

Zwei Wochen lang den politischen Alltag begleiten, Prozesse sowie Menschen kennenlernen und wertvolle Erfahrungen sammeln, das konnte ich während meines Praktikums bei Katja Maurer vom 02.02. bis 13.02.2026 erleben.

Ich bin Marlene Theisel, 16 Jahre alt, gehe in die zehnte Klasse und bin ehrenamtlich im Vorstand des Schülerparlaments in Erfurt aktiv. Durch dieses Engagement habe ich begonnen, ein immer größeres Interesse daran zu entwickeln, mehr über Politik in der Praxis zu erfahren, aber auch über die Strukturen und die Menschen hinter politischen Entscheidungen.

In den zwei Wochen durfte ich an Terminen im Landtag und in der Landesgeschäftsstelle teilnehmen, im Erfurter Wahlkreisbüro mithelfen, Veranstaltungen anderer Organisationen und Bündnisse besuchen und auch eigene Themen einbringen. Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des Landtagsplenums vom 04.02. bis 06.02., bei dem ich die Debatten live mitverfolgen konnte.

Während meiner Praktikumszeit habe ich viele unterschiedliche Einblicke erhalten. Einerseits hatte ich die Möglichkeit, parteiinterne Termine zu begleiten, zum Beispiel die Dienstberatungen in der Landesgeschäftsstelle der Linken. Dort konnte ich mehr über interne Abläufe erfahren und die Menschen kennenlernen, die im Hintergrund arbeiten. Besonders spannend waren für mich auch der themenspezifische Austausch sowie die Sitzungen der Landtagsfraktion. Zu sehen, welche Themen dort aufgegriffen und diskutiert werden, viele davon betreffen mich sowohl privat als auch in meinem Ehrenamt, war für mich sehr interessant. Auch die Möglichkeit, überparteiliche Debatten zu beobachten, bei dem Besuch des Plenums im Landtag, war richtig spannend für mich. Es war mein erstes Mal im Landtag und dann gleich mit Hintergrundwissen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten auf die Tribüne zu gehen, hat viel Spaß gemacht.

Andererseits konnte ich verschiedene Vereine und Zusammenschlüsse kennenlernen, mit denen die Partei im Austausch steht oder kooperiert. Am 03.02. nahm ich am Empfang des VdK Sozialverbandes Hessen Thüringen sowie an der 35. Jubiläumsfeier des Aktionskreises für Frieden in Erfurt teil. Am 09.02. hatte ich zudem die Gelegenheit, den Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma kennenzulernen und mehr über seine Anliegen zu erfahren. Auch den Bürgerdialog im Wahlkreisbüro Gotha, am ersten Tag meines Praktikums, werde ich in Erinnerung behalten, vor allem, weil es eine ganz andere Altersgruppe war, als die Menschen, mit denen ich normalerweise häufig in den Austausch zu politischen Themen gehe. Es hat mich ziemlich berührt, wie sich Zeit genommen wurde, um Wünsche mitzunehmen und Gehör zu geben.

Aber auch alltägliche Aufgaben durfte ich miterleben. Beispielsweise war ich an der Planung von Veranstaltungen beteiligt und konnte dabei meine Perspektive als junge Person einbringen. Besonders spannend fand ich auch die Möglichkeit, ein eigenes kleines Social-Media-Projekt zur Forderung der Subventionierung des Deutschland-Tickets für junge Menschen zu gestalten. Generell gab es auch an vielen Stellen Zeit und Raum, um Fragen zu stellen und über unterschiedliche Meinungen zu sprechen, obwohl die Tage oft sehr gut gefüllt waren. So konnte ich in den Diskurs gehen und sowohl über den Parlamentarismus als auch über persönliche Standpunkte viel lernen.

Aus dieser Erfahrung werde ich sehr viel mitnehmen, vor allem über die Bedeutung politischer Verantwortung und die Abläufe, die mit ihr verbunden sind. Auch das hohe Arbeitspensum und die Vielzahl an Aufgaben innerhalb eines Tages habe ich miterlebt. Neben den politischen Einblicken nehme ich aber auch persönlich viel mit. Selbst scheinbar banale Dinge wie Planung, Sitzungsleitung oder der Umgang mit unterschiedlichen Menschen haben mir wichtige Impulse gegeben.

Dieses Praktikum hat mein Interesse an politischer Arbeit auf jeden Fall weiter gestärkt und mir gezeigt, wie vielfältig und verantwortungsvoll sie ist. Für die Möglichkeit, diese Erfahrungen machen zu dürfen, bin ich sehr dankbar und echt froh, die Chance genutzt zu haben. 

 

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