Hanau mahnt – Erinnerung, Aufklärung und Konsequenzen endlich durchsetzen
Am 19. Februar 2026 jährt sich der rassistische Terroranschlag von Hanau zum sechsten Mal. Zehn Menschen wurden ermordet, davon neun aus rassistischen Motiven – Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Kaloyan Velkov. "Mit dem Tod des schwer verletzten Überlebenden Ibrahim Akkuş im Januar dieses Jahres sind die langfristigen Folgen dieses Anschlags erneut schmerzhaft sichtbar geworden: Rechter Terror endet nicht mit der Tatnacht. Sechs Jahre danach sind zentrale Forderungen der Angehörigen weiterhin unerfüllt, lückenlose Aufklärung, politische Verantwortung und strukturelle Konsequenzen stehen noch immer aus“, erklärt Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag.
Besonders die weiterhin offenen Fragen zum Behördenhandeln, etwa rund um den verschlossenen Notausgang der Arena-Bar, zeigen, dass es ohne juristische und politische Konsequenzen keine Gerechtigkeit geben kann. König-Preuss begrüßt, dass Angehörige weiterhin für Aufklärung kämpfen und inzwischen auch verfassungsrechtliche Schritte prüfen, um staatliches Versagen überprüfen zu lassen: „Es ist notwendig, institutionellen Rassismus zu benennen und rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden konsequent zu zerschlagen“.

